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Kurze Übersicht zum „Tag der Arbeit“

Der NPD-Kreisverband meldete für den 1.Mai eine Demonstration unter dem Motto „Heimische Wirtschaft und Arbeitsplätze schützen – Finanzheuschrecken bekämpfen“ an. Dem Aufruf folgten mit 200 Nazis weniger, als im Vorfeld erwartet wurden.
Nach dem Ende einer Antifa-Kundgebung auf dem Dr.-Külz-Ring versuchten etliche TeilnehmerInnen in die Richtung der NPD-Demonstration zu gelangen. Mit vielen kleinen Aktionen konnte der Ablauf der Nazidemonstration lautstark und kreativ gestört werden. Neben etlichen von der Polizei gewaltsam aufgelösten kleinen Sitzblockaden konnte immer wieder lautstark protestiert werden. Die Fensterscheiben des Thor Steinar Ladens Larvik wurden mit Farbe überzogen. Immer wieder musste die Feuerwehr kleinere Brände löschen.
Im Anschluss daran, zog eine Spontandemonstration mit knapp 100 TeilnehmerInnen vom Hauptbahnhof in die Äußere Neustadt.

Bereits am Vorabend griff ein dutzend vermummter Nazis alternative Jugendliche unter rechten Sprüchen und antisemitischen Beschimpfungen an und verletzten einige von ihnen.

Im 50 km entfernten Freiberg demonstrierten am 1. Mai knapp 400 Nazis überwiegend aus dem Umfeld der so genannten „Freien Kräfte“. Die TeilnehmerInnen reisten aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Im Vorfeld war eine bundesweit beworbene Demonstration der Nazis in Hannover vom Bundesverfassungsgericht mit zumindest fragwürdigen Argumenten abschließend verboten worden.
Als Anmelder in Freiberg fungierte der regionale Nazikader Maik Müller. Schon während der Demonstration versuchten Nazis GegendemonstrantInnen anzugreifen und auch nach dem Ende der Veranstaltung kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Neben den Ausschreitungen von 300 Nazis in Dortmund stellt dieser Angriff einen weiteren traurigen Höhepunkt von Nazigewalt am „Tag der Arbeit“ dar. Zeitgleich fanden auch in Berlin, Ulm, Weiden, Rotenburg und Mainz mehr oder weniger erfolgreiche Nazidemonstrationen statt.

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